Vertrauen

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Mir scheint, der Menschheit sei das Vertrauen in sich selber abhanden gekommen. Mutlos wägen wir immerzu ab, bemerken tagtäglich krumme, störende, schwierige, lustlose und in die Jahre gekommene Dinge und Situationen in unserem Leben. Aber dann was verändern?

Nein, dann lieber doch in den alten Pfaden weiter trampeln oder noch besser: stehen bleiben ... Scheint einfacher zu sein, denn wer weiss? Vielleicht wäre ein neuer Job dann doch nicht so das Gelbe vom Ei? Da weiss man doch beim alten immerhin, was man hat. Eine andere Wohnung? Und wenn die neuen Nachbarn uns dann nicht mögen? Und dann das ganze Zügeln ... Die Schule wechseln? Und wenn das Kind dann keine neuen Freunde mehr findet? Ein neues Projekt in Angriff nehmen? Wozu, interessiert ja doch keiner ... Den Keller aufräumen? Werd ich ja nie fertig. Ein neues Land bereisen? Und wenn es uns nicht gefällt? Was Neues kochen? Mag doch niemand. Wer kann mir helfen, mich zu entscheiden? Was soll ich bloss tun? Viele Menschen stellen sich viel zu viele Fragen und lassen sie im Kopf jahrelang umherschwirren, ohne eine Antwort zu finden. Schliesslich kommen immer wieder neue Fragen dazu, und die eigene Unsicherheit hilft dann nicht gerade, sie zu beantworten. Mir scheint, da scheint das Vertrauen abhanden gekommen zu sein. Die eigene Sicherheit, die mir hilft, an mich zu glauben. Hey, Leute, glaubt wieder an euch! Man muss es selber tun, und es ist nie zu spät. Stärkt euer Selbstwertgefühl und jenes eurer Kinder, in dem ihr Vertrauen in euch selber aufbaut. Die innere Säule will gestärkt sein. Das Leben ist jetzt für uns da, um gelebt zu werden. Da lohnt es sich doch bestimmt, das Beste daraus zu machen, nicht wahr? Wir bewundern ja Menschen, die das ständig tun. Also los, selber anfangen. Und plötzlich kann man gar nicht mehr anders, als das Gute, Lustige, Glückliche und Schöne im Leben zu sehen. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Vertrauen im Leben.

Herzlich, Tonia von Gunten