Panda Mama

IMG_537_20191121-164058_1

Buchtipp & Verlosung

Panda Mama. Wie man glückliche und selbstbewusste Kinder grosszieht. Tönt gut, finde ich. «Selbstständige Kinder statt Helikoptererziehung», steht in der Beschreibung des Buches. Tönt auch gut, finde ich, das Buch musste ich lesen!

Esther Wojcicki ist die Mutter dreier Töchter. Alle haben beeindruckende Karrieren vorzuweisen. Was diese Pandamutter wohl zu erzählen hat? Ziemlich viel, glaubt es mir. Sie sei eine Koryphäe auf dem Gebiet der Erziehung und Amerikas bekannteste Lehrerin, lese ich im Buchumschlag. Ach so! Weshalb ich wohl noch nie von ihr hörte? Nun, um was geht es denn in ihrer Erziehungsmethode? Den Überschriften im Buch stimme ich schon mal zu. Die Rede ist von Werten wie Vertrauen, Respekt, Selbstständigkeit, Zusammenarbeit, Freundlichkeit und Mitgefühl -  erachte ich als sehr wertvoll. An die Fähigkeiten des Kindes zu glauben (S. 77), das Selbstbewusstsein zu stärken oder sich zu merken: Kinder müssen Risiken eingehen dürfen (S.85), davon bin ich auch fest überzeugt. Esther schreibt viel und gern über ihre Erfolge, aber auch darüber, was nicht wirklich funktionierte. Das macht die Lektüre glaubhaft. Zitat: «Ich gab es auf, sie kontrollieren zu wollen.» (S. 97)

Meine Meinung zum Buch: Immer wieder spannend, wie es andere Eltern in anderen Familien und Ländern machen und wie sie davon schreiben. Vielem stimmte ich zu, anderem hingegen weniger. Die beschriebenen Erziehungsgrundsätze stammen aus der Gehorsamskultur. Wer sich nicht an Abmachungen hält, trägt die harten Konsequenzen, und Strafe muss sein, um ein Beispiel zu nennen. Unsere Erziehung in der Familie ist Beziehung und da hat Strafe und Disziplin wirklich ausgedient. Ich bin mir nicht sicher, ob Esther eine «Panda Mama» war. Ich stelle mir darunter etwas anderes vor. Sicherlich war sie in vielen Belangen sehr erfinderisch, wenn meiner Meinung nach auch ein bisschen zu selbstherrlich. Für mich stehen Erfolg und Karriere nicht als das zu erstrebendste Ziel im Leben. Viel eher, gut im Leben zurecht zu kommen und mit allem, was man hat oder nicht hat, glücklich zu sein. Beim Lesen des Buches kann man gut reflektieren, wie man selber mit seinen Kindern umgeht. Zudem viel darüber lernen, wie man es schafft, sich selber und Kinder wirkungsvoll zum Schreiben zu motivieren. Das Lesen lohnt sich!

Über das Buch: Panda Mama. Gebundene Ausgabe: 352 Seiten, Verlag: Ullstein Leben; 2019

Verlosung:

Wer interessiert sich für das Buch, wer hätte Freude daran? Gerne verlose ich auf der facebook Seite von Elternpower drei Exemplare. Die GewinnerInnen werden am 28. 11.19 dort von mir bekannt gegeben. Viel Glück!