Music makes life better!

Was wären wir ohne die Musik? Sie kann so vieles bewirken! Eine Stimmung verändern, Menschen zusammenbringen, Freude bereiten ...

Macht ihr selber Musik? Bei mir ist es zurzeit so:

die Gitarre steht mit einer defekten Saite rum und ich solle sie längst wechseln. Die Ukulele und ein paar Glöckchen werden von den Kindern mit Freude bespielt. Ein grosses Didgeridoo verstaubt still und einsam in einer Ecke, und niemand nimmt sich die Zeit, es zu benutzen.

Kennt ihr das? Musik hören wir alle, doch selber macht kaum jemand wirklich zu Hause mit den Kindern Musik. „Halt, STOPP!“ Mögen einige jetzt sagen. „Mein Kind geht doch in die Flötenstunde und ich spiele doch seit Jahren Trompete!“ Jaja, Es gibt Familien, die musizieren. Bravo. Und viele Kinder lernen ein Instrument auch wirklich gut kennen, das finde ich toll. Doch habt ihr verschiedene Instrumente, auch für kleinere Kinder, zu Hause zur Verfügung? Einfach so zum spielen und ausprobieren, rein nur zum Spass?

Mir ist aufgefallen, dass heute die wenigsten Familien den Kindern Musikinstrumente „zum Spass“ kaufen. Wenn sie ein Instrument kaufen, dann ist es etwas „Spezielles“, eine Anschaffung, man geht in den nötigen Unterricht dazu, damit sich die Ausgaben dann auch wirklich lohnen und man was lernt. Denn was Hänschen nicht lernt ...

„Kinder haben zu Hause viel zu selten die Möglichkeit, verschiedene Instrumente zu benutzen.“

Ich zähle mich mit meiner Familie gleich mit dazu. Es ist schon mal eine kleine Trommel, ein Glockenspiel oder eine Flöte vorhanden. Das meiste jedoch in erbärmlichen Zustand ... Meist aus Plastik, viel zu klein für Kinderhände und äusserst schlecht im Klang. „Hör auf, das tönt ja schrecklich!“ ist mir auch schon von den Lippen gekommen, denn das Gequitsche auf einer Plastikflöte halte ich nicht lange aus. Nach ein paar Tagen fällt das meiste, welches die Kinder als „Beigabe“ zu Kinderheftchen erhalten haben, sowieso auseinander. Unser Glockenspiel tönt zwar bis heute nicht schlecht. Doch der Schlägel dazu ist jedoch an einer viel zu kurzen Schnur befestigt, wie nervig. Sicherheitstechnisch mag das bei Babys durchaus Sinn machen. Aber trotzdem. So kann doch kein Mensch Musik machen! Drum lasst die Kinder an die Instrumente!

Viele kleine Kinder werden in der Regel mit Spielzeug eingedeckt, doch Instrumente mit guter Material- und Klangqualität stellen wir ihnen nicht zur Verfügung. Dabei wäre dies schon von Bedeutung. Wieso ist dem eigentlich so? Ich denke, das liegt daran, dass Spielsachen zu Hauf in jedem Warenhaus liegen. Die sehen wir, daran kommt kein Mensch. Doch wo sind die guten Instrumente?

So habe ich mich auf die Suche nach den einfachen, tollen und dennoch bezahlbaren Musikinstrumenten für Kinder gemacht. Solche, mit denen man alleine experimentieren oder auch zusammen zu Hause Musik machen kann. Ich recherchierte im Internet und besuchte Musikfachgeschäfte. Schliesslich fuhr ich direkt zum Importeur. Die Hohner-Sonor AG gehört weltweit zu den grössten Herstellern von qualitativ hochstehenden Musikinstrumenten. Seit Jahrzehnten bemühen sie sich um dieses Thema. Dort stellte ich also meine Fragen. Welche Instrumente würden sich für Kinder eignen? Worauf sollte man sich achten? Und wo kann man die Instrumente am besten kaufen? Hier gehts zur Liste der Händler: http://www.hohner-sonor.ch

Habt ihr zum Beispiel gewusst, dass ein Xylophon kein Glockenspiel ist? Ich nicht! Schande über mich. Ich erfuhr: Ein Xylophon mit Palisander-Klangplatten klingt zwar voll, warm und ausgewogen, doch für das Gehör der kleinen Kinder ist dies völlig ungeeignet. Die Kleinen nehmen nämlich beim Xylophon nur ein dumpfes Geräusch wahr. Ein Glockenspiel hingegen enthält Klangplatten aus Metall, welche sich besser für kleine Kinder eigenen. Doch viele der erhältlichen Glockenspiele sind für Kinderhände zu schmal gebaut und daher auch wieder ungeeignet. Nun, das war doch ein höchst interessanter Besuch! Meine Fragen wurden beantwortet und ich konnte eine Auswahl an geeigneten Instrumenten treffen. Gerne stelle ich sie euch hier vor.

Grosse Freue bereiten mir die beiden Mundharmonikas für Kinder. Man kann sie sogar liegend spielen und überall gut mitnehmen. Ein Instrument, das der ganzen Familie echt Spass machen kann, ohne viel Platz dafür zu benötigen.

Die „Speedy“ ist eine äusserst robuste Kinder-Mundharmonika und eignet sich schon für Kinder im Vorschulalter. Sie ist in vier Farben erhältlich und kostet sage und schreibe: CHF 8.50. Somit also für alle erschwinglich. Übrigens wird sie auch in der Schule eingesetzt, es gibt sogar einen Lehrgang mit Liedern dazu. Man kann auf einer Oktave (acht Töne, C-Dur Tonleiter) bereits einige Lieder spielen lernen. Die Noten sind farbig auf dem Instrument aufgedruckt, so macht Notenlesen Spass. Das Instrument ist sehr leicht und nur 10 cm lang. Die findet wirklich in jeder Tasche Platz und wer weiss? Beim nächsten Lagerfeuer- und Grillspass wird vielleicht schon bald neue Musik ertönen ... Schliesslich hat ja jeder Musiker mal klein angefangen.

 

Die „Melody Star“ ist für alle geeignet und eine Weiterentwicklung von „Speedy“. Sie besitzt 8 Anblasöffnungen und durch das speziell geformte Mundstück lassen sich die Töne fast mühelos anspielen. (Kompletten Tonumfang, 2 Oktaven C-Dur Tonleitern). Wobei, so leicht ist das am Anfang ja nicht, diese verflixten einzelnen Töne zu treffen! Der Klang ist in meinen Ohren so schön und es braucht auch überhaupt nicht viel Kraft beim spielen, es ist wunderbar. Sie kostet CHF 25.-, dazu gibt es eine kleine Aufbewahrungstasche sowie eine Kurzanleitung mit ersten Songs. Eine Übersicht der Töne und Noten sind auf der Schachtel enthalten.

Die Mundharmonika fasziniert mich. Und zum Glück gibt keine Altersgrenze fürs Musikmachen. Also, los! Ran an die Instrumente!

Ich geh dann schon mal spielen ...

Eure Tonia von Gunten