Mittwochs darf ich spielen

Montags hat Fabia Ballett. Die siebenjährige kennt ihr sich immer wiederholendes Programm bestens. Am Dienstag muss sie immer ins Flöten. Am Donnerstag und Freitag steht Sport auf dem Programm. Nur am Mittwoch, da hat sie nichts los!

Nun darf ihre Mutter, die den Kalender ihrer Tochter voll im Griff hat, mit dem Vater auf eine Dienstreise. Leider kann ihre Oma in dieser Zeit nicht hüten kommen, und deshalb gerät der Terminplan von Fabia mehr als durcheinander. Ihre schrullige Tante Pia, die sich überhaupt nichts aus Kindern macht, kommt zum Hüten. Und das macht sie nicht etwa umsonst, nein, sie will jeden Tag 100 Euro dafür. Sie kommt mit dem Taxi und lässt Fabias Papa auch gleich den Fahrer bezahlen. Sie reist mit Koffern voller Bücher an und liest dann die ganze Zeit darin. Schliesslich muss sie für ihre Prüfungen lernen, und das hat Vorrang. Dabei lässt sie Fabia mehr oder weniger links liegen. Das Mädchen ist zuerst völlig vor den Kopf gestossen. Die Tante bringt sie weder zum Ballett noch in die Flötenstunde. So beginnt Fabia mit der Zeit, selber über ihre Freizeit zu bestimmen. Endlich! Zum ersten Mal hat sie die Möglichkeit, sich zu langweilen....

Ich musste beim Lesen echt schmunzeln und hin und wieder den Kopf schütteln über diese Mutter, die so über die Freizeit ihrer Tochter bestimmt. Schade fand ich, dass Fabia, wenn sie dann eine Woche lang Zeit hat, keine wirklich lustigen Sachen einfallen. Sie besucht zwar immer wieder ein Mädchen eines verbotenen Hofes. Dort wohnen scheinbar komische Leute die witzig sprechen... Wirkliche Abenteuer erleben die Kinder aber leider nicht zusammen.

Ich empfehle das Taschenbuch „Mittwochs darf ich spielen“ von Kirsten Boie Eltern zum selber lesen oder Kindern ab 6 Jahren zum Erzählen. Das Buch umfasst 139 Seiten, erschein in der 2. Auflage 2012 als Taschenbuch mit Bildern von Philip Waechter im Fischer Taschenbuch Verlag.

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