Heute bin ich...

Heute bin ich...

Was für ein Tag! Nach all dem Ärger, der das Leben manchmal so mit sich bringt und von dem ich euch alle lieber verschonen möchte. Heute, also Heute... Die Sonne scheint am wolkenlosen blauen Himmel, der Frühling scheint sich bereit zu machen. Nach den langen trüben, schneelosen Wintertagen fühlt sich das sehr gut an. Ruhig und gelassen bereite ich das Essen vor. Kinderhaber unter uns wissen es... 

 ...das ist schon mal nicht selbstverständlich. Die Kinder lachen, alles wunderbar. Dies ist ja auch nicht immer so. Noch spielen sie friedlich zusammen und plötzlich kippt die Stimmung im Nullkommanichts. Bevor wir Eltern wissen, was uns geschieht, gibt es Streit. Ein riesen Geschrei. Tränen. Die Kinder sind wütend. Vielleicht auch traurig. Oder beides. Ich halte mich zuerst mal ein bisschen zurück. Vieles lösen die Kinder, wenn ich abwarte, selber auf ihre Weise und es braucht mich nicht dazu. Aber danach spreche ich gerne mit Ihnen über ihre erlebten Gefühle und Stimmungen. „Als ihr Streit hattet, wie fühltet ihr euch eigentlich dabei?“ Diese Frage ist ja gar nicht so leicht zu beantworten. Wie heisst es denn, wenn man sich nicht gut fühlt? Wenn sich der Bauch zusammen zieht oder sich die Stirn runzelt, die Stimme laut wird oder man weinen muss? Ist man da zornig, böse, oder betrübt? Und wenn man sich wieder gut fühlt, wie sagt man diesen Gefühlen? 

Kennen Sie „Heute bin ich“, das Bilderbuch von Mies van Hout? Erschienen im aracari Verlag. So ein tolles Buch! Auf der einen Seite befindet sich jeweils ein wunderschön gemalter Fisch, der ein Gefühl darstellt. Dazu steht in völlig passender Schrift auf der andern Seite das entsprechende Gefühl. Herrlich, wie sich das kleine „Mutig-Fischchen“ präsentiert. Und welch ein Mund macht den der „Erschrocken-Fisch“? Ich mag es, diese farbigen Fische immer wieder anzusehen. Am liebsten würde ich sie mir alle an die Wand hängen.

Auf den Bildern bekommen die Gefühle durch die Fische ein Aussehen und Namen. Es tut Kindern gut zu merken, dass es ok ist, diese Gefühle zu erleben. Dass es angenehme Gefühle gibt, aber dass eben auch andere dazugehören. Emotionen, die man lieber schnell wieder los werden möchte. Wir Menschen werden viele Gefühle im Laufe unseres Lebens erleben. Es ist gut, wenn Kinder einige bereits kennen lernen dürfen und dabei merken, dass Emotionen auch wieder vorübergehen. Und wir Eltern lernen dabei, mit den Gefühlen unserer Kindern umzugehen. Wie gesagt, sie gehen ja wieder vorbei. Und was wollte ich noch sagen? Ach ja. Es mag euch erstaunen oder nicht. Heute, also heute bin ich... 
sehr glücklich.

 

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